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15 Aug '17
-----Original-Nachricht-----
Betreff: Helft Anja - für ein Leben in Würde
Datum: 2017-08-11T11:22:33+0200
Von: "mare.info(a)t-online.de" <mare.info(a)t-online.de>
An: "info, mare" <mare.info(a)t-online.de>
Helft Anja - für ein Leben in Würde
An den
Stadtrat der Stadt Flensburg
Rathausplatz 1
24937 Flensburg
Sehr geehrte Damen und Herren,
auf der Website der Petitionsplattform Open Petition fällt eine Petition
auf, die erschüttert, vergleiche hierzu den Link unten im Text, der zum
Petitionstext und zum Unterzeichnen führt. Der verzweifelte Petent
berichtet, dass der Flensburger MDK seiner schwerstkranken Ehefrau die
notwendige Pflege willkürlich versagt. Dies führte dazu, dass der Petent,
welcher neben seiner Berufstätigkeit die Ehefrau versorgt bzw. zu versorgen
versucht, wegen Überlastung anscheinend selber kurz vor dem
gesundheitlichen Zusammenbruch steht.
Die Petition richtet sich an den Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe
(CDU). In der Petition wird Antrag gestellt, die behandelnden Ärzte von
Patienten zum Gutachter zu bestellen, welche den Gesundheitszustand und die
Pflegebedürftigkeit ihrer Patienten in aller Regel besser einschätzen
können als wie ein MDK-Gutachter, welcher den Patienten oftmals nur einmal
für die Dauer von gerade einmal 30 bis 60 Minuten sieht, was eine
zutreffende Bewertung des Gesundheitszustands und der Pflegebedürftigkeit
eines Patienten sehr erschwert. Zumindest erscheint es als dringlichst
geboten, dass die Bewertung der behandelnden Ärzte in die Bewertung der
Pflegebedürftigkeit einfliesst und dass die Feststellungen der behandelnden
Ärzte vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen bei der Bewertung der
Pflegebedürftigkeit berücksichtigt werden müssen, um zu verhindern, dass
MDK Gutachter den Kranken die notwendige Pflege versagen wie im
vorliegenden Fall.
Bei dem Petenten handelt es sich um den erfolgreichen Schriftsteller und
Diplom-Pädagogen Bernd Sieberichs, der in Flensburg lebt und mit seiner
Frau zusammen drei Kinder hat.
https://www.lovelybooks.de/autor/Bernd-Sieberichs/
<https://www.lovelybooks.de/autor/Bernd-Sieberichs/>
Unten im Bild sieht man das Ehepaar Sieberichs zusammen mit dem
Bürgermeister von Arnis Bernd Kugler anlässlich einer Lesung im Jahr 2011.
Anja und Bernd Sieberichs in vergangenen glücklichen Jahren in Arnis
anlässlich einer Lesung
Als Stadtrat von Flensburg haben Sie sich dem Wohl der Bürger verpflichtet.
Im vorliegenden Fall werden der grundgesetzliche Anspruch der schwerkranken
Patientin aus Art. 1 Abs. 1 GG und Art. 2 Abs. 2 GG auf Menschenwürde und
körperliche Unversehrtheit und Leben durch den MDK in schwerwiegender Weise
verletzt.
Es wird höflichst darum gebeten den Vorgang zu prüfen und dem Problem
abzuhelfen.
Zudem möchte ich dazu anregen, eine Anlaufstelle für Betroffene und
Familienangehörige einzurichten, damit diese die Möglichkeit haben sich
gegen willkürliche Entscheidungen des MDK wirksam zur Wehr zu setzen.
Der unten stehende Link führt zur Website von Open Petition und zum
Unterzeichnen der Petition
https://www.openpetition.de/petition/online/helft-anja-
gegen-die-willkuer-von-mdk-gutachtern
<https://www.openpetition.de/petition/online/helft-anja-gegen-die-willkuer-v…>
Nach der Eingabe von Namen und Adresse der unterzeichnenden Person öffnet
sich ein Fenster, in welchem die Unterzeichner darlegen können, warum sie
die Petition unterschreiben. Will man keinen Grund nennen, dann kann man in
demselben Fenster einfach den Button "Weiter" anklicken. Danach zeigt die
Website an, dass man erfolgreich unterzeichnet hat, die Unterschrift aber
noch zusätzlich bestätigen muss.
Zu diesem Zweck verschickt Open Petition eine Email an die angegebene
Email-Adresse, welche einen Bestätigungslink enthält. Erst nach dem
Anklicken des Links wird die Unterschrift mitgezählt. Normalerweise
erscheint die Unterschrift kurze Zeit später auf der Petitionswebsite. Man
kann auch anonym unterzeichnen, dann wird nur der Wohnort angezeigt. Für
den Fall, dass Sie den Eindruck haben, dass Ihre Unterschrift nicht
mitgezählt wurde, dann können Sie einen Hinweis an die Email-Adresse
data.info(a)t-online.de <mailto:data.info@t-online.de,> senden.
Zitat Petitionstext
"Begründung:
Bis zum April 2016 war Anja eine erfolgreiche Therapeutin, die in beinahe
10 Jahren Hunderten ihrer Patienten helfen konnte, wieder gesund zu werden.
Über Nacht erkrankte Anja schwer. Binnen weniger Wochen wurde sie so
schwach, dass sie ihr Bett nicht mehr aus eigener Kraft verlassen konnte.
Schon bald waren selbst die intimsten Handgriffe nicht mehr ohne fremde
Hilfe möglich. Als häusliche Pflegeperson investierte ich als Partner ca.
40 Stunden in der Woche mit Einkaufen, Kochen, Putzen, Waschen,
Körperpflege, Einreibungen, Massagen und vielem mehr. Trotzdem war Anja im
September 2016 durch die Krankheit gezwungen, ihre Praxis zu schließen und
ihren Beruf aufzugeben.
Es begann eine Odyssee der ärztlichen (Fehl-) Behandlungen und (Fehl-)
Diagnosen. Von heute auf morgen 2/3 des Familieneinkommens weg. Laut
Diagnose der Uniklinik Kiel hatte Anja nur noch wenige Monate
Lebenserwartung. Die ursprüngliche Erkrankung wurde durch Folgeerkrankungen
verstärkt. Anja verweigerte die weitere Behandlung durch das UKSH und hat
die Fehldiagnose vom Oktober 2016 um viele Monate überlebt – und lebt immer
noch. :-) Wir begannen mit alternativer Behandlung. Gleichzeitig
stagnierte die häusliche Pflegesituation mit einem hohen Aufwand von ca. 40
Stunden pro Woche. Im Januar 2017 wurde ich von Freunden auf die
Möglichkeit eines Pflegeantrags aufmerksam gemacht. Die Informationen über
Pflegekasse, häusliche Pflege, Wohngeld, Krankenkasse und vor allem die
wahre Erkrankung von Anja konnte ich nur nachts einholen, weil der Tag mit
Existenzsicherung, häuslicher Pflege, alternativer Weiterbehandlung und dem
Kampf gegen die Willkür der Behörden ausgelastet war. In dieser Zeit gingen
unsere Finanzreserven zu Ende. Die alternative Behandlung zeigte
Teilerfolge, war aber kostenintensiv. Die Krankenkasse brauchte fünf
Monate, um Anja über mich krankenzuversichern. Im März beantragte ich die
Begutachtung durch den MDK. Anjas Symptome verschlimmerten sich wieder. Im
Mai erfolgte dann nach beinahe 11 Wochen und einer schriftlichen wie einer
telefonischen Beschwerde über die lange Wartezeit endlich die Begutachtung.
In einer guten halben Stunde stellte die Dame jede Menge Fragen, wollte
aber unsere zusammengefassten Informationen über Anjas Leidensweg mit den
Diagnosen und den gesammelten Daten von bis dato 27 Ärzten, 5
Heilpraktikern und 2 Krankenhäusern nichts wissen: „Die brauche ich nicht!“
Das Ergebnis kam dann 12 Tage später in Form von verweigerter, häuslicher
Pflege: Pflegegrad 1!
Aus 40 Stunden wöchentlicher Pflege wurde im Gutachten 14 Stunden – eine
glatte Lüge! Aus kompletter Hilflosigkeit und Unselbstständigkeit wurde im
Gutachten, eine Frau, die Behördengänge und finanzielle Angelegenheiten
selbstständig regeln könne – eine weitere, dreiste Lüge. Insgesamt ist
dieses sogenannte Pflegegutachten mit 34 (!) Fehlern gespickt. Da das
Ergebnis mit 26,5 Punkten nur einen halben Punkt unter dem Pflegegrad 2 mit
einem monatlichen Geld für häusliche Pflege liegt, kann man nur von
wissentlicher und willentlicher Manipulation ausgehen. Was sonst könnte die
„Gutachterin“ zu solch einem krassen Fehlurteil verleitet haben? Ist es
vielleicht die Abhängigkeit von ihrem Geldgeber? Wie viele Millionen oder
gar Milliarden (=> Überschuss der Krankenkassen 2016 = 16 Milliarden) spült
die „gute Arbeit“ eines „Gutachters“ in Form von schlechterer Einstufung
eines vermeintlich nicht Pflegebedürftigen in die Kassen der Kassen? Für
die Hilfsbedürftigen geht es um Würde, um ein erträglicheres Krankendasein
und um eine Wertschätzung ihrer Gesamtsituation, wie der Gesetzgeber sie im
Interesse, zum Wohl von uns allen und in unserem Namen beschlossen hat. Für
die Pflegekassen und für die Krankenkassen geht es in erster Linie um
Wirtschaftlichkeit. Weshalb sonst wehren sie sich so vehement gegen
Gutachter, die ihrem Namen Ehre machen, indem sie ehrliche, unabhängige
Gutachten über die schwächsten Mitglieder unserer Solidargemeinschaft
erstellen? Krankenkassen machen den Bock zum Gärtner und sparen so
Multimillionen. Es wundert Anja nicht, dass Sterbenden keine häusliche
Pflege zusteht; dass aus 40 wöchentlichen Pflegestunden im Gutachten mal
eben 14 Stunden werden; dass ein Beinamputierter mit Bettpfanne und
Katheter im Gutachter-Jargon "überwiegend selbstständig" seinen Alltag
managt; oder dass eine schwer demente, alte Dame ihren Haushalt
"selbstständig" bewältigt, obwohl sie in Wahrheit nicht einmal den
Kühlschrank von der Waschmaschine unterscheiden kann. Es wundert Anja auch
nicht, dass nur 7% der Begutachteten Einspruch erheben. Pflegebedürftigen
fehlt meist die Kraft dazu.
Deshalb brauchen wir Ihre und Eure Stimmen. Schaffen Sie dieses ungerechte
System ab, Herr Gröhe! Mit den Hausärzten stehen Gutachter zur Verfügung,
deren Expertise Hand und Fuß hat. Wir brauchen keine Phantasie-Gutachten,
keine Lügen und keine MDK-Willkür. Wir brauchen häusliche Pflege, wir
brauchen Hilfe, und wir brauchen einen Aufstand der Schwachen.
Im Namen aller Unterzeichner/innen.
Flensburg, 24.07.2017 (aktiv bis 23.09.2017)"
Zitatende
Mit freundlichen Grüssen
Sonja Walter
science.info(a)t-online.de
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